Nachdem das Wirtschaftswunder seine volle Wirkung entfaltet hatte, war Arbeitskraft plötzlich nicht mehr überflüssig, sondern wurde zur Mangelware. Angesichts dieser Entwicklung verlagerten wir unser Anliegen auf das Ziel, auch behinderte Menschen ins Wirtschaftsleben mit einzugliedern, nachdem ihnen der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt verwehrt blieb.
Im Mai 1960 stellten wir die Jugendarbeit ein und eröffneten unseren ersten geschützten Betrieb als Industriewerkstatt, die heutige Werkstatt für behinderte Menschen. Hier wurden Lohnaufträge wie z.B. das Stanzen, Bohren und Drehen von Metallteilen, Montagearbeiten, das Falzen und Kleben von Papier- und Kartonteilen oder Sortierungs- und Verpackungsarbeiten erledigt.
Dabei wurde die Werkstatt so nah wie möglich am Arbeitsmarkt gestaltet, um unseren Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, sich schon hier an der Welt außerhalb des geschützten Betriebes zu orientieren.
Damals wie heute gingen wir davon aus, dass auch viele Menschen mit Behinderung, nach sorgfältiger Vorbereitung, einer Arbeit unter normalen Bedingungen nachgehen können. Denjenigen, die dies nicht leisten können, bietet die Werkstatt die Möglichkeit, einer sinnvollen, ihren Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeit nachzugehen und ihr eigenes Geld zu verdienen.
Grenzallee 53 · 12057 Berlin
Tel. (030) 682 81-521
info(at)vfj-berlin.de

Der VfJ e.V. 1951 – Eine Einrichtung der Jugendhilfe